Aufbereitung kommunaler Reststoffe zur Rohstoffrückgewinnung

MORESA – Mobile und stationäre Aufbereitung kommunaler Reststoffe

Mobile und stationäre Aufbereitung kommunaler Reststoffe

Kommunale Reststoffe wie Straßenkehricht, Kanalspülsande, Sinkkastensande, Sandfangmaterialien aus Kläranlagen oder gering belastete Böden enthalten erhebliche Mengen verwertbarer mineralischer Rohstoffe. Ohne geeignete Aufbereitung werden diese Materialien häufig deponiert oder kostenintensiv entsorgt, obwohl ein großer Teil der enthaltenen Sand- und Kiesfraktionen wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann.

Mit MORESA (Mobile Reststoffaufbereitungsanlage) bietet AKW Apparate und Verfahren ein bewährtes Anlagenkonzept zur nassmechanischen Aufbereitung kommunaler Reststoffe. Das Verfahren hat sich über Jahrzehnte im praktischen Einsatz bewährt und ermöglicht die wirtschaftliche Rückgewinnung hochwertiger mineralischer Fraktionen bei gleichzeitig deutlich reduziertem Entsorgungsaufwand.

Bewährte Technologie für maximale Rohstoffrückgewinnung

Das MORESA-Verfahren basiert auf einer mehrstufigen nassmechanischen Aufbereitung. Die Materialien werden zunächst suspendiert, anschließend klassiert, nach spezifischer Dichte sortiert und abschließend entwässert. Dieses Verfahren ermöglicht eine besonders effiziente Trennung von Sand, Kies, Organik und Feinstoffen.

Die Aufbereitung beginnt mit der Aufgabe des Materials auf ein Doppeldecksieb, das Grobmaterial und Überkorn abscheidet. Die Sandfraktion wird anschließend mittels Hydrozyklonen und Wendelscheidern gereinigt.

Während der Hydrozyklon Schluff-, Ton- und Feinstfraktionen entfernt, trennt der Wendelscheider organische Leichtstoffe zuverlässig von den wertvollen mineralischen Bestandteilen. Für die Aufbereitung kommunaler Reststoffe wurde diese Wendelscheidertechnologie von AKW Apparate und Verfahren erstmals eingesetzt und patentiert.

Die Kiesfraktion wird anschließend in einem speziellen Grobkornsortierer nach Dichte gereinigt. Durch die Kombination aus Aufstrom- und Querstromprinzip werden organische Bestandteile entfernt und gleichzeitig Verluste wertvoller Mineralien minimiert. Die gereinigten Sand- und Kiesprodukte werden abschließend entwässert und können unmittelbar weiterverarbeitet oder vermarktet werden

Nur die nassmechanische Aufbereitung erreicht die erforderliche Reinigungsleistung für eine tatsächliche Wiederverwendung der mineralischen Fraktionen. Typischerweise werden Glühverluste von unter 3 % in den gereinigten Sand- und Kiesfraktionen erzielt.

Modulares Anlagenkonzept

MORESA basiert auf einem modularen Anlagenaufbau und kann an unterschiedliche Materialien, Durchsatzleistungen und Standortanforderungen angepasst werden.
Das Basismodul MORESA SC (Sand Clean) dient der Reinigung und Rückgewinnung der Sandfraktion. Je nach Anwendung kann die Anlage um weitere Module erweitert werden:

  • MORESA GC (Gravel Clean) für die Kiesaufbereitung
  • MORESA WT (Water Treat) für die Wasseraufbereitung
  • MORESA ST (Sludge Treat) für die Schlammbehandlung

Alle eingesetzten Apparate basieren auf bewährten Technologien aus der Mineralaufbereitung und dem Bergbau und zeichnen sich durch hohe Robustheit, Verschleißfestigkeit und Prozesssicherheit aus.

MORESA 4

Je nach Anforderung stehen verschiedene Anlagenkonzepte zur Verfügung.
Die MORESA 4 wurde als kompakte mobile Anlage für kleinere bis mittlere Durchsatzleistungen entwickelt. Die transportablen Module ermöglichen einen flexiblen Einsatz bei kommunalen Entsorgern und Dienstleistern.

MORESA 10

Für höhere Kapazitäten bietet AKW die MORESA 10 an. Die Anlage ist auf zwei Sattelaufliegern aufgebaut und kombiniert die Module zur Sand- und Kiesaufbereitung sowie Wasser- und Schlammbehandlung in einem vollständig mobilen System. Sämtliche Nebenaggregate wie Pumpen, Hydraulikeinheiten und Flockungsmitteldosierung sind integriert. Optional kann die Anlage mit einem eigenen Stromgenerator ausgerüstet werden und ist damit auch unabhängig von externer Infrastruktur einsetzbar.

STARESA

Für dauerhaft hohe Durchsatzleistungen steht mit STARESA die stationäre Ausführung zur Verfügung. Diese wird individuell an die jeweiligen Standortbedingungen und Kundenanforderungen angepasst und ermöglicht eine optimale Integration in bestehende Entsorgungs- und Recyclingprozesse. Durch die stationäre Bauweise können maximale Prozessleistung, gute Wartungszugänglichkeit und eine individuelle Anlagenauslegung realisiert werden.

Wasser- und Schlammaufbereitung

Mit dem Modul MORESA WT wird das Prozesswasser über einen Lamelleneindicker gereinigt und anschließend dem Prozess wieder zugeführt. Die Zugabe von Flockungsmitteln verbessert dabei die Sedimentation der Feinpartikel. In Verbindung mit MORESA ST wird der anfallende Schlamm über eine Siebbandpresse entwässert und als transportfähiger Filterkuchen ausgetragen.

Durch die geschlossene Wasserführung können mehr als 90 % des Prozesswassers wiederverwendet werden. Dadurch reduziert sich der Frischwasserbedarf erheblich und gleichzeitig verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Wertschöpfung aus Reststoffen

Durch die Aufbereitung entstehen hochwertige mineralische Produkte, die beispielsweise als Kabelsand, Füllmaterial, Pflastersand oder Zuschlagstoff im Landschafts- und Tiefbau eingesetzt werden können. Gleichzeitig werden organische Bestandteile, Schlammfraktionen und nicht verwertbare Reststoffe gezielt ausgeschleust.
Aus Materialien, die bislang überwiegend entsorgt wurden, entstehen so wiederverwendbare Rohstoffe für den Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungen.

Vorteile:

  • Mobile oder stationäre Anlagenkonzepte
  • Hohe Rückgewinnung mineralischer Wertstoffe
  • Patentierte Wendelscheidertechnologie
  • Über 90 % Wiederverwendung des Prozesswassers
  • Robustes und verschleißarmes Design
  • Reduzierung von Entsorgungs- und Deponiekosten

Fazit

Mit MORESA und STARESA bietet AKW Apparate und Verfahren flexible Lösungen für die nachhaltige Aufbereitung kommunaler Reststoffe. Ob als kompakte mobile Anlage, leistungsstarkes mobiles Aufbereitungssystem oder individuell ausgelegte stationäre Anlage: Das bewährte nassmechanische Verfahren ermöglicht die Rückgewinnung hochwertiger mineralischer Rohstoffe, reduziert den Wasserverbrauch und minimiert Entsorgungsmengen. Damit leisten die Systeme einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Umsetzung einer modernen Kreislaufwirtschaft.